Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft

VERGANGENHEIT, GEGENWART UND ZUKUNFT

1735.
Die Herberge Roepaan ist die einzige Herberge in der Region. Die allgemeine Wohnbebauung bietet wenig Raum, Gäste zu empfangen und zu bewirten, weshalb die Herberge eine wichtige Funktion in der Gemeinde hat. Außerdem ist Roepaan der Verwaltungssitz der Kirchengemeinde, fungiert als Notariat und betreibt einen Weinhandel und eine Brauerei. Zum Bierbrauen wird Roggen angekauft.

1771.
Nach umfangreichem Landerwerb und der Urbarmachung dieser Parzellen entsteht der landwirtschaftliche Betrieb Roepaan.

1779.
Alle alten Gebäude werden abgerissen und der Neubau wird in alten Schriften als „vornehme Behausung“ bezeichnet.

1825.
Der Bauernhof umfasst mittlerweile 140 Hektar Land und ist somit der größte in der Region.

1881.
Da die „Schwestern der göttlichen Vorsehung“ den Landbaubetrieb nicht kaufen können, wird er ihnen von den zwei letzten Erben von Roepaan geschenkt.

1882.
Die ersten Schwestern treffen ein. Sie gründen eine so genannte Verwahrschule, eine Handwerksschule und eine Krankenpflegeabteilung. 60 Waisenkinder aus Kessel werden untergebracht.

1898.
Ein Nonnenfriedhof wird angelegt.

1909.
Der Klosterkomplex, von dem heute nur noch ein Teil erhalten ist, wird nach Fertigstellung übergeben. Unter anderem das sogenannte „Herrenhaus“, mit seinem imposanten Frontgiebel, ist ein sichtbares Ergebnis dessen.

1915.
Im Zuge des Ersten Weltkriegs werden mehrere hundert niederländische Soldaten einquartiert.

1917.
Kloster Roepaan hat 300 Bewohner.

1923.
Roepaan wird zu einer vornehmen Residenz für deutsche Rentner.

1945.
Am 2. Februar setzt die deutsche Reichswehr das Kloster in Brand. Der größte Teil des Gebäudes geht dadurch verloren. Später benutzt die englische Armee die verbliebenen Reste als Unterkunft.

1945.
Jetzt wird Roepaan definitiv niederländisch. Das Kloster fungiert nach dem Krieg zeitweise als Kaserne für den niederländischen Zoll.

1949.
Der Gebäudekomplex wird restauriert. Elektrik, Heizung und Warmwasserversorgung werden installiert. Die Restaurierung dauert bis 1952.

1951.
Das "Institut für geistig gestörte Kinder“ wird gegründet.

1955.
Kloster und Ländereien werden verkauft an die „Stiftung zur Beförderung und Wahrnehmung der Internatsversorgung von römisch-katholischen, geistig Gestörten“.

1976-1992.
Roepaan wird zu privaten Wohnzwecken vermietet und entwickelt sich zu einer Hausbesetzerhochburg. Das Gebäude verfällt zusehends rapide und kommt auf die Abrissliste.

1990.
Tonni Kuijpers und Henriette Wolters kaufen das mittlerweile verwahrloste Kloster und führen eineinhalb Jahre lang erfolgreich Gerichtsverfahren gegen die Hausbesetzer.

1992.
Das Kloster wird vollständig restauriert, und es werden einige Wohnapartments eingerichtet.

1994.
Das Unternehmen Roepaan Evenementen wird gegründet. Der Gebäudekomplex wird regional für Festivitäten, Jubiläumsfeiern, Workshops, Trainings, Konferenzen oder Hochzeiten vermietet.

1995.
Durch das extreme Hochwasser zu Beginn des Jahres wird das gesamte Untergeschoss des Gebäudes geflutet.

1995.
Roepaan wird in die Liste der niederländischen „Reichsmonumente“ aufgenommen.

2001.
Das charakteristische „Türmchen“ auf dem Dach der Kapelle wird wiedererrichtet und erinnert an Vorkiegszeiten.

2004.
Roepaen Podium wird gegründet. Mit 100 Konzerten jährlich nennt Roepaan sich zurecht das Paradiso des Südens, in Anlehnung an ein renomierten Veranstaltungszentrum, das Paradiso in Amsterdam. Roepaen ist im weiten Umkreis die größte Kulturbühne im nördlichen Nord Limburg. Qualität und Exklusivität des Angebots sowie Kreativität im Allgemeinen stehen im Vordergrund.

2005.
Kanu- und Floßbauaktivitäten werden auf dem Fluss Niers angeboten.

2008.
Die Fassaden des Gebäudes werden von Grund auf renoviert.

2014.
Der verwilderte Wald hinter dem Klostergebäude wird zurückverwandelt in einen Klosterpark.


Roepaen heute

Als Organisation steht Roepaen nach wie vor in engem Bezug zur Region, was, auf Gegenseitigkeit beruhend, auch für die Menschen in der Region gilt. Generell eng verwoben mit Gennep und Ottersum, sowie im besonderen mit dem angrenzenden Fluss, der Niers, besteht auf Roepaen das Bewusstsein darüber, wo es herkommt, und wo es hin will. Angesichts der Lage in weniger als 5 km Entfernung zu Deutschland, bleibt das Angebot nicht alleine ausgerichtet auf das "nördliche Näschen" von Nord Limburg und der umliegenden niederländischen Provinzen.

Die Kernaktivitäten von Roepaen sind momentan dreizügig und bestehen in Konzerten und Festivals, Vermietung von Räumen und Equipment sowie Kanu und Floßbauaktivitäten. Obwohl die Verschiedenartigkeit dieser Angebote sehr divers ist, steht die übergeordnete Organisation durchaus für eine einzigartige Marke. Diese Marke ergibt sich aus der eindrucksvollen Location und der Crew, die dahinter steht. 

Denn nicht nur als Organisation stehen für Roepaen Einzigartigkeit und Kreativität im Vordergrund, sondern auch als monumentales Klostergebäude ist und bleibt Roepaen einzigartig und authentisch.

Ob sie zu einem Konzert oder Festival kommen, zu einer Kanufahrt, einer Konferenz oder einem Betriebsfest, ein Besuch dieser altehrwürdigen Örtlichkeit mit ihrer herzlichen, unkonventionellen Mannschaft ist auf seine Art speziell, wenn nicht unvergesslich.